Angst ist für uns ein überlebenswichtiges Gefühl. Wenn wir Angst haben, wird unser Körper in Alarmbereitschaft versetzt, damit er auf die Bedrohung schnell reagieren kann. Wenn wir keine Angst hätten, würden wir vielleicht vor einer Klippe nicht rechtzeitig stehen bleiben, eine giftige Schlange streicheln oder seelenruhig über die Straße laufen, obwohl ein Auto naht.

Aber was passiert im Körper, wenn wir Angst haben?
Um schnell reagieren zu können, werden Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Das merken wir vielleicht, weil das Herz klopft, wir schneller atmen oder wir anfangen zu zittern. Gleichzeitig spannen unsere Muskeln sich an und das Schmerzempfinden sinkt.

Wenn wir in Alarmbereitschaft sind, kennt unser Körper drei Hauptreaktionen:

  • Fight, also Kampf (das kennst du vielleicht aus Gefahrensituationen, in denen Menschen plötzlich unerwartete Kräfte entwickeln)
  • Flight, also Flucht (der Impuls in einer Gefahrensituation blitzschnell wegzulaufen)
  • und Freeze, also Erstarren (in diesem Modus befindet man sich in einer Art Schockstarre, die verhindert, dass schmerzhafte Eindrücke überhaupt zu uns durchdringen)

Angst schützt uns also vor Gefahren, indem sie unseren Körper blitzschnell in Alarmbereitschaft versetzt und quasi automatisiert eine der drei Schutzreaktionen ausführen lässt.